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By Karoline Krenn

Unternehmensnetzwerke sind neben Märkten und betrieblichen Hierarchien eine weitere shape wirtschaftlicher enterprise. Die Studie zeichnet die Verflechtungen deutscher Großunternehmen durch gemeinsame Aufsichtsräte am Beginn des 20. Jahrhunderts nach und dokumentiert am empirischen fabric den Formationsprozess der Deutschland AG. Im Zentrum der examine stehen die Banken, aus deren Präsenz in Industrieaufsichtsräten lange auf eine einseitige Unternehmenskontrolle geschlossen wurde. Die Daten lassen eine Bestätigung dieses Befundes allerdings nicht zu, sondern zeigen vielmehr, dass die Besonderheit des Netzwerkes entgegen eines evolutionären traits des sozialen Wandels zur funktionalen Ausdifferenzierung gerade in seiner funktionalen Unspezifität liegt.

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B. Krupps „Generalregulativ“) findet sich auch in vielen Institutionen des deutschen Produktionsregimes eine vertraute Reziprozitätstruktur wieder. Historiker begründen eine solche Kontinuität damit, dass sich „wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationsprozesse […] gegen historisch tief verwurzelte wirtschaftliche Sozialisationsmuster nicht erfolgreich gestalten [lassen]. Selbst wenn sie eigene Entwicklungspfade begründen, die langfristig neue institutionelle Abhängigkeiten schaffen, setzt ihre Akzeptanz und Beherrschung die Anlehnung an vertrauten Denkund Verhaltensmustern voraus, damit die neuen Spielregeln nicht mit grundlegenden alten Vorstellungen inkompatibel sind und abgestoßen werden“ (Abelshauser 2005: 191 f).

1906 musste Kohle sogar in großem Umfang aus England importiert werden, damit das Syndikat seinen Lieferverpflichtungen nachkommen konnte (vgl. auch Wurm 1969). 22 Modernisierungsprozesse werden unabdingbar. Bezeichnend für diese Ausgangsituation ist, dass der Träger wirtschaftlicher Modernisierung, das Wirtschaftsbürgertum, politisch vergleichsweise schwach ist und kaum Möglichkeit zu relevanter Einflussnahme hat. Unternehmer erweisen sich jedoch als Innovationstreibende und die „Unternehmerklasse“ erlangt insbesondere durch ihre wirtschaftliche Bedeutsamkeit den Status einer „neuen Elite“.

Abelshauser 2001). Fusionen und Übernahmen erreichen insbesondere in der Weimarer Republik einen Höhepunkt. 25 Sechzig Prozent aller registrierten Fusionen in demselben Zeitraum machen horizontale Kombinationen zwischen Unternehmen gleicher Produktionsstufen aus, was den Einfluss „klassischer“ Motive industrieller Konzentration bestätigt, nämlich das Streben nach Marktmacht und Marktbeherrschung. Die größten und bedeutendsten Zusammenschlüsse sind die Entstehung von drei konkurrenzlosen Giganten in der Chemischen Industrie (IG-Farben *1924), der Eisen- und Stahlindustrie (Vereinigte Stahlwerke *1926) und im Bankensektor (Deutsche und Disconto-Bank *1929).

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